Portrait: Andrasch Starke

Starkes eindrucksvolle Karriere

Andrasch Starke, geboren am 4. Januar 1974 in Stade bei Hamburg, ist ein deutscher Top-Jockey im Galoppsport. Mit acht Jahren begann er zu reiten und sein Vater, ebenfalls Jockey, war ein strenger Lehrmeister. Viele Verletzungen, Gehirnerschütterungen, Rippenbrüche und ein Kieferbruch – das alles hält den leidenschaftlichen Reiter nicht von seinen Zielen ab. Noch bevor er 1993 seine Ausbildung zum Jockey in Köln nach vier Jahren abschloss, verzeichnete er seinen ersten Sieg  in einem Gruppenrennen auf Berlins Galopprennbahn Hoppegarten. Durch diverse Erfolge, entwickelte er sich zu einem der besten deutschen Reiter. Zwischen 1998 und 2015 wurde er stolze acht Mal Champion und auch beim Deutschen Derby  war er mit sieben Siegen überaus erfolgreich. Die inoffizielle Jockey-Weltmeisterschaft auf der Rennbahn Happy Valley in Hongkong gewann er sowohl 2000 als auch 2005. Bisher triumphierte er über 2000 Siege, davon mehr als 150 in Gruppenrennen.

Andrasch Starke auf Laviva

Die Schattenseiten des Erfolgs

Dann jedoch der große Skandal: Starke wurde 2002 aufgrund seines Kokainkonsums für sechs Monate gesperrt. Mit 1,70 Metern fiel es ihm nicht leicht die notwendigen 53 Kilogramm Gewicht zu halten. Wenig zu essen und Tage vor Wettkämpfen nichts als Tee und Wasser zu sich zu nehmen, ging an seine Substanz. Um dem Hungergefühl zu entgehen begann er Kokain zu konsumieren, was seinerzeit bei vielen Jockeys gängig war. Dass die Sperrung nur sechs Monate anhielt, ist begründet durch die Einsicht und Reue seinerseits.

Höhepunkte seiner Laufbahn

Seiner erfolgreichen Karriere tat dies allerdings keinen Abbruch und er konnte fast nahtlos an diese anschließen. Nach zwei Gruppe-1 Siegen in Berlin und Baden im Jahr 2011 und einem Gruppe-2 Sieg beim Oaks d’Italia, gewann er auch den Prix de l’Arc Triomphe. „Den Arc zu gewinnen ist ja eine Dimension, an die man in seiner Karriere als Jockey gar nicht denkt“, berichtete er der Turf-Times nach seinem Sieg. Mit der Stute Danedream, mit der er all diese Erfolge verzeichnet hat, gewann er im selben Jahr beim Royal Ascot den King George VI And Queen Elizabeth Stakes (Gruppe 1, 2414m, ca. 1,28 Mio. €). Nach diesen Siegen startete ein großer Medien- und Presserummel um den damals 37-jährigen, gefolgt von Jockey-Vergleichskämpfen in Südafrika und Hongkong. In Arlington bei Chicago stellte er 2015 bei einem Gruppe 3 mit einer Zeit von 2:46,50 Minuten einen neuen Bahnrekord auf.

Starke auf Eastside One in seiner Heimat Köln

Jockey aus Leidenschaft

Heute lebt Starke in Köln, ist verheiratet und hat einen 4-jährigen Sohn und eine 2-jährige Tochter. Zwar plant er auch nach seiner Jockey-Karriere mit Pferden zu arbeiten, allerdings kommt es für ihn nicht in Frage wie viele andere ex-Jockeys als Trainer tätig zu sein. An ein Ende ist aber für ihn noch nicht zu denken: „Ich gehe jeden Tag mit großer Freude zur Arbeit. Wenn Spaß, Gesundheit und Erfolg stimmen, werde ich das noch ewig machen.“

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