Doppelrennbahn in Hamburg?

Traber und Galopper wollen sich zusammenschließen

Es wird ein gemeinsames Konzept entwickelt, bei dem sich der Hamburger Renn-Club (HRC) und der Verein Hamburger Trab-Zentrum (HTZ) darauf geeinigt haben nach Hamburg Horn zu ziehen. Damit würde eine Doppelrennbahn für Galopp- und Trabrennen entstehen, unter anderem, da die Trabrennbahn Bahrenfeld immer weniger Umsatz generiert. Seit dem Rücktritt des Milliardärs Günter Herz Ende 2014, der die Bahn finanziell unterstützt hat, ist vieles nicht mehr realisierbar.

Die Pläne, die Mitglieder des Rennvereins präsentierten, sehen wie folgt aus: die bisherige Rennbahn bleibt unverändert und im Innenraum wird eine eigene Trabrennbahn entstehen. Zum Verfolgen des jeweiligen Ereignisses errichtet man dazwischen eine Tribüne mit Sitzen von beiden Seiten. Außerdem ist eine Sanierung der bisherigen Tribüne vorgesehen. Alle Beteiligten und auch die Stadt Hamburg sind sich sicher, dass eine solche Doppelrennbahn sinnvoll ist.

Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld

Ein risikoreiches Projekt

Man rechnet damit, dass die Realisierung des Projekts etwa 25-40 Millionen Euro kosten wird. Dabei wird von Seiten der Stadt betont, dass ein Elbphilharmonie-Dilemma auf jeden Fall vermieden wird. Zusammenkommen soll das Geld wird unter anderem mit dem Verkauf der Flächen in Bahrenfeld. Dort würde dann zusätzlicher Wohnraum entstehen. Des Weiteren zählt man auf die finanzielle Unterstützung der Stadt. Abzüglich der Kosten für die Doppelrennbahn, könnten in den Wohnungsbau etwa 100 Millionen Euro fließen. Fraglich ist die Lage der Doppelrennbahn in Horn, inmitten eines Wohngebietes. Bei größeren Abendveranstaltungen, wie zum Beispiel Konzerten, könnte diese zum Problem werden. Konzepte für das künftige Wohngebiet auf der Trabrennbahn Bahrenfeld liegen bereits vor und Ende des Jahres sollen konkrete Pläne für die genaue Bebauung fertig sein.

Pferde und Jockeys beim Start auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn

Ungewissheit über den Start der Doppelrennbahn

Das ehrgeizige Ziel eines Baubeginns nach dem Galoppderby im Juli diesen Jahres, konnte nicht umgesetzt werden. Der Pachtvertrag, der im März auslief, wurde verlängert und ist frühestens ein halbes Jahr vor dem Start der Doppelrennbahn kündbar. Trotzdem ist der Start der Doppelrennbahn vor 2019 angestrebt. Vorher verlangt das Rathaus jedoch konkrete  Zahlen, wie die Finanzierung in den folgenden 10 Jahren ohne Zuschüsse der Stadt aussieht. Das neue Sandgeläuf für die Traber und die Tribüne in Horn müsste zudem europaweit ausgelobt werden, um den hohen Anforderungen an künftige Großveranstaltungen gerecht zu werden und Popularität zu erzielen.

Es bleibt abzuwarten wann dieses langjährig geplante Projekt Gestalt annehmen wird.

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