Die Rettung für Hoppegarten und Neue Bult

Rennbahn Hoppegarten

Am 17. Mai 1868 gingen auf der Rennbahn Berlin Hoppegarten die ersten Pferde an den Start. Heute zählt sie zu einer der bedeutendsten Rennbahnen in Deutschland.

Zwischen 1990 und 2001 hat Hoppegarten mit fehlenden Investitionen aufgrund von ungeklärten Eigentumsverhältnissen zu kämpfen. Ab dem Jahr 2002 ist dieser weg wieder frei, da der Union Klub von 1867 wieder Eigentümer der Rennbahn wird. Drei Jahre später jedoch ist der Klub nicht mehr in der Lage den Betrieb der Rennbahn zu stemmen und die Insolvenz folgt.

Der Weg aus der Krise

Im März 2006 wird der neu gegründete Rennverein Hoppegarten e.V. im Vereinsregister eingetragen. Wenige Tage später kauft ehemalige Fondsmanager Gerhard Schöningh die Rennbahn mit dem dazugehörigen Trainingsgelände. Mit dem Kauf wird Hoppegarten die erste deutsche Rennbahn mit Privatinvestor. Um wieder erfolgreich sportliche Spitzenveranstaltungen auszurichten und Zuschauer anzuziehen, wird mit der Sanierung der Tribünen begonnen. Er stieg mit drei Millionen Euro seines Privatkapitals ein und Investiert zudem noch immer bis zu siebenstellige Summen in Rennbahn und Trainingsgelände. In dieser Zeit erhöhten sich die Rennpreise von 400.000 auf satte 1,2 Millionen Euro.

2018 feiert Berlin Hoppegarten  das 150. Jubiläum. Nach dem hohen finanziellen und nervlichen Aufwand, den Schöningh in die Bahn gesteckt hat, gibt er die Rennbahn nicht so schnell wieder auf!

Die Rennbahn Hoppegarten im Jahr 2011

Rennbahn Neue Bult

Bevor ab 1970 auf der Rennbahn Neue Bult die ersten Pferde an den Start gingen, fanden die Rennen von 1881 bis 1909 auf dem Reitgelände Kleine Bult statt. Ein Jahr später wird auf der Großen Bult gelaufen, die heute auch Alte Bult genannt wird. Die Bahn, die fast zu 100 Prozent von der Stadt Hannover finanziert wurde, erlitt jedoch während des Zweiten Weltkriegs bei Luftangriffen starke Schäden. Nach dem Krieg wird der Betrieb zwar wieder aufgenommen, allerdings wurde das letzte Rennen auf der Großen Bult im August 1970 gelaufen und schließlich abgerissen.

Nach einer dreijährigen Pause in Hannover stellte die Stadt ein Gelände in Langenhagen zur Verfügung. Dieses ermöglichte die Eröffnung der Neuen Bult . Betreiber der Rennbahn ist der Hannoversche Rennverein.

Im Jahr 2004 tritt der damalige Präsident Frank Ritte zurück. Und das ausgerechnet während einer finanziellen Schieflage aufgrund erheblicher Investitionen in den Tribünenbau. Nachdem der Rennverein die Insolvenz mithilfe eines Sanierungskonzeptes abwendete, trat der Unternehmer Gregor Baum bei der Neuen Bult in den Vordergrund. Er engagierte sich für die Bahn und verhalf ihr zu einem Charakterwechsel zu einer Event-Rennbahn. Die ansteigenden Zuschauer- und Sponsorenzahlen bestätigen dabei seine Arbeit. Damit verhalf Baum der Bahn zu einem beachtlichen Stellenwert im Turfkalender.

Rennbahn Neue Bult 2012

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